Button - ÜbersichtButton - KontaktButton - Impressum

Deutscher Marinebund e.V.
MK Kiel aktuellButton - MK KielButton - Marine - EhrenmalButton - U 995Button - Leinen los!

Aktuelles MK Kiel

Button - Aktuelles DMB

Button - Termine
blind
bildergallerie
blind
onlineshop mk kiel - maritime artikel und merchandise

banner AO-Tag 2010 in Stuttgart

Banner - Postkarten

Banner - Maritimes TV


MK Kiel aktuell > Aktuelles

Lernen aus der Vergangenheit [26. Jul. 2010 - 15:36]

hrend der Nacht vom 25. auf den 26. Juli 1932 ankerte die Niobe mit 109 Mann Besatzung 8 km vor der Küste, bereit zum Auslaufen in die östliche Ostsee. Ein Sommersonnentag mit ruhiger glatter See, ein Flugzeug vom Typ DO x, das damals größte Flugzeug der Welt, nähert sich dem Schulschiff bei strahlendem Sonnenschein und es gibt ein großes Winken und Hallo auf der Niobe. Am Vormittag des 26. August nahm man Kurs auf den Belt in Richtung Warnemünde gegen 13 Uhr kamen dann schwere Gewitterwolken auf.

Die Obersegel wurden zwar geborgen aber es blieb noch genug Segelfläche gesetzt. Gegen 14.15 Uhr begann dann eine Böe unvermittelt wuchtig gegen das Schiff zu drücken. Die Niobe neigte sich durch die viel zu große Segelfläche  blitzschnell nach Backbord und lag Sekunden später schon mit Mast und Segel in der See. Wasser schoß in die Niedergänge und lies den Seeleuten unter Deck keine Chance aus dem Rumpf des Schiffes an Oberdeck zu kommen.
Wer schon vor der Kenterung an Deck war, hatte bessere Chancen der Katastrophe zu entgehen. Die Besatzungen eines anderen Schiffes und auf dem Feuerschiff Fehmarnbelt ließen sofort Rettungsboote zu Wasser. Doch trotz dieser relativ schnellen Hilfe konnten nur 40 Seeleute der Niobe lebend geborgen werden. 69 Männer waren ertrunken.

Das Wrack lag in 28 Meter Tiefe. Nach der Bergung, etwa einen Monat später, fand man im Inneren des Rumpfes die Leichen von 50 ertrunkenen Seeleuten, die restlichen 19 blieben verschwunden.

Am 18. September des gleichen Jahres gab es ein makaberes Schauspiel vor der Ostseeküste Pommerns. Fast die gesamte Reichsmarine versammelte sich zur letzten Ehre der Niobe. Das Torpedoboot "Jaguar" versenkte das Wrack der Niobe endgültig auf 55 Grad 14´ nördlicher und 17 Grad 21´östlicher Länge.

Der Kapitän der Niobe, Kapitänleutnant Ruhfus, der das Unglück überlebte wurde später von einem Kriegsgericht von der Verantwortung an der Katastrophe freigesprochen. Man machte höhere Gewalt, eine so genannte Fallböe für das Unglück verantwortlich.

Wenn man heute an dem Denkmal steht und die bronzene Tafel auf dem Findling liest hat man mit Sicherheit etwas mühe die Inschrift zu verstehen:

"Es ist nicht nötig das ich lebe,
wohl aber das ich meine Pflicht tue"

 

 

Konsequenzen:

Der Untergang der NIOBE sorgte dafür, dass die neue Generation der Segelschulschiffe ganz auf Sicherheit konstruiert wurde. Zu diesen neu konstruierten Schiffen gehört auch die GORCH FOCK, die 1958 fertiggestellt wurde. Im Vergleich zur NIOBE ist sie untertakelt und besitzt somit für ihre Größe eine eher geringe Segelfläche.

Um den Opfern zu gedenken, finden am 26. Juli Gedenkfeiern auf dem Kieler Nordfriedhof und am Ehrenmal NIOBE auf Fehmarn statt.

 
 

Um den Opfern zu gedenken, fand am 26. Juli 2010 eine Gedenkfeier auf dem Kieler Nordfriedhof und am Ehrenmal NIOBE auf Fehmarn statt. Ausrichter war wie jedes Jahr die Marinekameradschaft Kiel v. 1914 e.V., unter der Führung des Vorsitzenden Klaus Schotte

Siehe hierzu auch Bildergalerie der MK Kiel >>

 

 
zurück zur Übersicht